Fachbegriff ADSL (asymmetric digital subscriber line)

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Asymmetric Digital Subscriber Line (ADSL) ist ein Übertragungsverfahren für die High-Speed-
Datenübertragung über die bestehende Telefonverkabelung.

Es handelt sich um ein asymmetrisches breitbandiges Datenübertagungsverfahren, welches auf die herkömmliche Kupfer-Doppelader im Anschlussbereich geschaltet wird.

Zur ADSL-Kommunikation muss auf beiden Seiten der Anschlussleitung ein ADSL-Modem installiert

sein, sowohl in der Ortsvermittlungsstelle als auch beim Teilnehmer.

Beim ADSL-Verfahren wird die Kupferleitung in drei Kanäle aufgeteilt:

 Ein downstream-Kanal vom Dienstanbieter zum Endkunden

 Ein upstream-Kanal in umgekehrter Richtung

 ein Kanal, über den durch Vorschalten eines Splitters gleichzeitig die PSTN- und ISDN-
Kommunikation erfolgt

Mit ADSL sind Übertragungen bis zu 6 Mbit/s über normale Telefonkabel realisierbar, für die bidirektionale Übertragung steht ein zweites Frequenzband mit Übertragungsgeschwindigkeiten

bis zu 640 kbit/s im Upstream zur Verfügung.

ADSL wird für interaktives Fernsehen im Endgerätebereich eingesetzt.

Es dient der Übertragung von digitalen Videosignalen, bietet einen individuellen Rückkanal ebenso wie einen individuellen TV-Kanal.

ADSL kann gleichermaßen für Verteildienste und interaktive Videodienste eingesetzt werden; u.a.

für Pay-per-Channel, Pay-per-View, Video-on-Demand und Information-on-Demand.

Die Entfernung bis zum nächsten Knoten kann für Übertragungsgeschwindigkeiten über 1,5 Mbit/s

4 km betragen, bei niedrigerer Datenrate bis zu 6 km.

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